Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Berufsschule vom Ende des
2. Weltkriegs bis zum Jahre 1970

In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg war der Großteil der landwirtschaftlichen Berufsschulen, an welchen auch die ländliche Hauswirtschaft unterrichtet wurde, den Volksschulen angeschlossen. In den Landkreisen bestanden bis zu 40 solcher kleiner Berufsschulen. Sie waren eine Art Sonn- und Feiertagsschule. Der Unterricht mit wöchentlich drei bis vier Stunden wurde von Volksschullehrkräften nebenamtlich erteilt. Die Schulaufsicht übte der zuständige Schulrat aus.
Im Landkreis Dillingen gab es bis zum Jahre 1954 in 19 Gemeinden landwirtschaftliche Berufsschulklassen; die Sachaufwandsträger waren die Gemeinden. Noch im Schuljahr 1955/56 wurden in elf Schulorten 31 landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Berufsschulklassen geführt, und zwar in folgenden Orten: Bissingen, Blindheim, Diemantstein, Dillingen, Gundelfingen, Höchstädt, Holzheim, Lutzingen, Schwennenbach, Schwenningen und Wittislingen.
Die Problematik der kleinen Berufsschulen belegt folgender Aktenvermerk von 1955 zur bevorstehenden Dienstreise des Herrn Regierungspräsidenten in den Landkreis Dillingen; der Schulaufsichtsbeamte für das landw. Berufsschulwesen, Herr Regierungsschulrat Fendt, stellt fest: "Die Zahl der Schulorte muss im Laufe der nächsten Jahre auf sechs verringert werden. Eine Vielzahl von Zwergschulen verhindert den notwendigen inneren Ausbau der landwirtschaftlichen Berufsschulen."
Im März 1959 beschloss der Kreistag Dillingen die Errichtung der landwirtschaftlichen Kreisberufsschule im Landkreis Dillingen/Donau. In diesem Schuljahr wurde noch an sieben Berufsschulen unterrichtet. Zum Schuljahresbeginn 1959/60 hatte die neu errichtete Kreisberufsschule noch vier Standorte: Gundelfingen, Holzheim, Schwenningen und Wittislingen. Ab dem Schuljahr 1961/ 62 wurde nur noch in Holzheim und Wittislingen unterrichtet.

Zum Leiter der Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule Dillingen wurde der Berufsschullehrer Josef Klarmann bestellt. Sein Dienstzimmer war im Landratsamt Dillingen.
Als weitere Lehrkräfte wurden im Laufe der Jahre eingesetzt: Albert Roth, Elfriede Thomas, Georg Sturm und Maria Sailer. Studiendirektor a. D. Josef Klarmann legte seine Erinnerungen aus den Gründungsjahren der landwirtschaftlichen Berufsschule und an die Widerwärtigkeiten, mit denen die Berufsschullehrer zu kämpfen hatten, in einem Referat anlässlich einer Berufsschullehrertagung dar.
Die markantesten Punkte seien hier zusammengefasst:

  • Mangel an hauptamtlichen Lehrkräften führte zu sehr hohen Schülerzahlen in den Klassen; 40 - 50 Schüler waren die Regel.
  • Lehr-  und Unterrichtsmittel fehlten nahezu vollständig; waren sie vorhanden, dann mussten sie von Schulort zu Schulort transportiert werden.
  • Unterricht an fünf verschiedenen Schulorten führte zum Status des Wanderlehrers. Verkehrsmittel der "Wanderlehrer" war das Fahrrad.
  • Die landwirtschaftlichen Berufsschulen hatten keine eigenen Schulräume. Der Unterricht erfolgte in Schulsälen der Volksschule, vereinzelt in Räumen von Gastwirtschaften.
  • Die unmittelbare Schulaufsicht übte das jeweilige Schulamt aus, wobei sich immer wieder zeigte, dass nicht jeder Schulrat eine besondere Zuneigung zur landwirtschaftlichen Berufsschule hatte.
  • Besondere Liebe wurde dieser Schulart von keiner Seite entgegengebracht. Für die Gemeinden waren die Schulen zusätzliche 'Kostgänger', die vermehrt eingestellten hauptberuflichen landwirtschaftlichen Berufsschullehrer minderten den Nebenverdienst der damals nicht gut bezahlten Volksschullehrer, und die Schülereltern, in der Regel Landwirte, sträubten sich, weil der Bub oder das Mädchen nun sechs statt vorher drei bis vier Stunden zur Schule mußte und somit als Arbeitskraft am Hofe fehlte.
  • Erst als die Kreisberufsschule mit wenigen Standorten errichtet wurde, entspannte sich die Situation. Es gab eigene Schulgebäude oder zumindest eigene Schulräume, es wurden vermehrt hauptamtliche Lehrkräfte eingestellt und die Schulaufsicht bei der Regierung einem eigenen Fachreferenten übertragen

internatKrankenhaus oder Internat

Der Mai 1979 war in Höchstädt weniger ein Wonnemonat, als vielmehr ein Monat hochgehender Emotionen. Auslöser für die Spannungen war die beabsichtigte vorzeitige Schließung des Höchstädter Krankenhauses, um ein Internat für die Blockschüler 'Gartenbau' zu errichten. Schlagzeilen in den Tageszeitungen, wie 'Demonstrationsmarsch als Zeichen des Bürgerprotestes', 'Vorzeitige Krankenhaus-Schließung ist als Preis für Blockbeschulung zu hoch' oder 'Demonstration gegen Krankenhausschließung -1.000 kamen aus Höchstädt' sorgten für Aufruhr. Ursache für den Vorschlag der Umwidmung vom Krankenhaus zum Internat war die bayernweite durchgeführte Gebietsreform, die darauf abzielte, die zur Versorgung der Bevölkerung notwendige Infrastruktur, wozu auch Krankenhäuser gehören, in wirtschaftlich besser nutzbaren Einheiten zusammenzufassen. In Höchstädt bot sich die Blockbeschulung mit dem notwendigen Internat als Ausgleich für das vorzeitig geschlossene Krankenhaus an. Wie die Folgejahre zeigen, mußte das Internat laufend erweitert werden. So waren die anfänglich 116 Betten bald nicht mehr ausreichend, so dass im Jahre 1982 in Verbindung mit einem neuen Trakt und Speisesaal die Zahl der Betten auf 164 erhöht wurde. Mit der Aufnahme des Blockunterrichts Hauswirtschaft im Schuljahr 1992/93 und durch den weiteren Anstieg der Schülerzahlen im Block Gartenbau müssen im Schuljahr 1995/96 bereits Hotels und Pensionen der Umgebung mit Blockschülern belegt werden. Deshalb wird soeben durch einen weiteren Ausbau die Kapazität des Internats erhöht.


1980 - zweite Bauphase an der Berufsschule
Die Zeit drängte, denn im Herbst 1980 sollte der Blockunterricht 'Gartenbau' beginnen. Architekt Walter Büschl, im Herbst 1979 mit den Planungen für den Erweiterungsbau betraut, legte im Januar 1980 die Pläne für den neuen Klassentrakt, den Fachpraxisteil mit Bodenhalle und die Verbindungsbrücke zwischen beiden Bauteilen vor. Was die Baukosten anbelangte, war schon in diesem Stadium abzusehen, dass sie nicht - wie zunächst angenommen - 4,6 Mio. DM betragen würden, sondern 6,4 Mio DM. Bereits Anfang März 1980 erschien in der DZ die öffentliche Ausschreibung zur Vergabe der Bauarbeiten. Ihr folgte Mitte April der 'Erste Spatenstich'.

Die Neubauphase erstreckte sich bis in das Schuljahr 1980/81 und endete mit einer großen Einweihungsfeier, zu der der Landkreis Dillingen eine große Zahl von Vertretern des Kultusministeriums, der Regierung von Schwaben, der Stadt Höchstädt, der Fachverbände Garten- und Landschaftsbau/Baumschule und des gärtnerischen Hochschulbereichs geladen hatte.

Schülerzahlen höher als erwartet
Zwar begann der Blockunterricht zu Beginn des Schuljahres 1980/81 planmäßig, allerdings unter schwierigen Bedingungen in der früheren 'Mädchenschule'. Die Kürze der Bauzeit ließ den gewünschten Fertigstellungstermin, September 1980, nicht einhalten. Die daraus entstehenden Anfangsschwierigkeiten bei der Unterrichtsaufnahme wurden zusätzlich verstärkt, da statt der erwarteten 320 gleich zu Beginn 436 Schüler anwesend waren; das ergab eine durchschnittliche Klassenstärke von 37 Schülern.

Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft im Schuljahr 1981/82 eingeführt
Das bereits im Schuljahr 1978/79 in Unterfranken eingeführte Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft sollte ab dem Schuljahr 1981/82 auch in Schwaben eine spürbare Verbesserung der Grundausbildung in den agrarwirtschaftlichen Berufen bringen. So startete Höchstädt mit 22 Schülern das Berufsgrundschuljahr. Grundgedanke dieser neuen Ausbildung war es, den Auszubildenden innerhalb der agrarwirtschaftlichen Ausbildungsrichtungen das gemeinsame Grundwissen im Laufe eines einjährigen Vollzeitunterrichts (4 Tage Schule, 1 Tag Betrieb) zu vermitteln. Folglich sollten auch Landwirte, Gärtner, Floristen und viele andere Berufe dieses Berufsfeldes gemeinsam beschult werden. Auf Druck der Arbeitgeberverbände der Gärtner wurde diese durchaus erfolgreiche schulische Form im Bereich Gartenbau ab 1994 wieder in eine kooperative Form mit 2 Tagen Berufsschule und 3 Tagen betrieblicher Ausbildung umgewandelt.

Raumnot fordert weitere Baumaßnahmen
Zwei weitere Baumaßnahmen an der Berufsschule zeichneten sich bereits 1988 ab.
1. Lange schon entfielen große Teile des Sportunterrichts an der Berufsschule, da die Sporthalle der Hauptschule bei weitem nicht ausreichte. Wegen weiter steigenden Schülerzahlen konnte 1988 mit dem Neubau der Nordschwabenhalle begonnen werden. Die Einweihung der Dreifach-Turnhalle, deren Träger die Stadt Höchstädt unter Beteiligung des Landkreises Dillingen ist, wurde in der DZ vom 04.11.1989 so kommentiert:

neubau

2. Voll belegte Unterrichtsräume, Hoffnung und Aussicht auf weitere Fachrichtungen an der Berufsschule und nicht mehr zeitgemäße Arbeits- und Unterrichtsbedingungen in den Kellerräumen des Altbaus sowie den Schulküchen gaben Anlas zu Überlegungen für einen Erweiterungsbau.
Schon im Januar 1991 waren die Vorarbeiten zur Errichtung eines achteckigen Neubaus soweit gediehen, dass der Kreisausschuss dem Kreistag empfahl, dem Entwurf des Architekten Walter Büschl zuzustimmen, was zwei Monate später auch geschah. Zwar ließ die Grundsteinlegung noch bis Mitte September auf sich warten, dann aber gingen die Arbeiten zügig voran. Am 07. November 1994 lud der Landkreis zur offiziellen Einweihung zahlreiche prominente Gäste der Regierung von Schwaben, des politischen Lebens, der Religionsgemeinschaften, der Stadt Höchstädt und der einschlägigen Berufsverbände ein.

Block 'Hauswirtschaft' wird Bezirkssprengel
Die Öffentlichkeit wurde Anfang Juli 1992 durch die Mitteilung informiert: "Höchstädt Sprengel-Standort". Diesmal waren nicht die Gärtner gemeint, sondern ein Blockunterricht 'Hauswirtschaft' für den ganzen Regierungsbezirk Schwaben. Unentschieden war bisher, ob Nord- oder Südschwaben den Zuschlag bekommen würde. Nach langwierigen Prüfungen und Anhörungen bei der Regierung von Schwaben entschied diese sich erfreulicherweise für Höchstädt. Mit Sicherheit wirkten sich das bereits vorhandene Internat und die damit garantierte Unterbringung und Versorgung der Blockschülerinnen sowie der schon begonnene Erweiterungsbau der Schule positiv auf diese Entscheidung aus.

Friseure richten sich in Höchstädt ein
Von der Fertigstellung des Neubaus machten die Schulverwaltung und die Friseurinnung den Umzug der Berufsschule für Friseure von Lauingen nach Höchstädt abhängig. Der Wechsel konnte mit Schuljahresbeginn 1994/95 erfolgen, so dass die BS Höchstädt mit drei Klassen und 70 Schülern des Berufes 'Friseur' ihre Aufwärtsentwicklung fortsetzen konnte.
Schulleiterwechsel an der Berufsschule Höchstädt

OStD Richard Rank trat zum Ende des Schuljahres 1992/93 in den Ruhestand. Mit Schuljahresbeginn 1994/95 übernahm dann OStD Wolfgang Eder die Schulleitung. Er war zuvor 9 Jahre bei der Regierung von Schwaben, Abteilung berufliches Schulwesen, in leitender Funktion tätig.
In einer feierlichen Veranstaltung, an der nahezu 300 geladene Gäste teilnahmen, fand am 12.10.1994 in der Aula des gerade erst fertiggestellten Neubaus der endgültige Führungswechsel statt. Johann Berkmüller, Leiter der Schulabteilung der Regierung von Schwaben, Landrat Dr. Dietrich, Bürgermeister Gerhard Kornmann und Hermann Kutter als Vorsitzender des Verbandes Garten- und Landschaftsbau, verabschiedeten OStD Rank und dankten ihm für seine 14-jährige Tätigkeit in der Schule und den Aufbau der Blockbeschulung. In der gleichen Veranstaltung wurden auch die Leistungen des stellvertretenden Schulleiters Dieter Friede gewürdigt, der im Schuljahr 93/94 die Berufsschule als Ständiger Vertreter leitete. StD Friede, den es schon immer in seine südschwäbische Heimat zog, übernahm ab Januar 1995 die Schulleiterstelle an der Berufsschule Mindelheim.

Die eigentliche Geburtsstunde der landwirtschaftlichen Kreisberufsschule Höchstädt war am 30.10.1959 der Beschluss des Kreistages, eine landwirtschaftliche Berufsschule in der Stadt Höchstädt zu errichten.
Die treibende Kraft war der frühere Höchstädter Bürgermeister und Kreisrat Alfred Reiser. Aber schon damals gab es Befürchtungen, dass die Zahl der landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Berufsschüler noch weiter abnehmen werde; so verpflichtete sich die Stadt Höchstädt, das Schulgebäude - sollte es überflüssig werden - zum Zeitwert zurückzukaufen.
Nach langwierigen, z. T. heftigen politischen Auseinandersetzungen wurde am 5. August 1966 im Kreistag der Schulhausbau nochmals beschlossen. Am 29. November 1968 vergab der Kreistag die Rohbauarbeiten. Im September 1970 schließlich konnte die Staatliche landwirtschaftliche hauswirtschaftliche Kreisberufsschule Höchstädt eingeweiht werden.

Entwicklung der Schüler- und Klassenzahlen von 1970 bis 1980
Die Anzahl der Lehrkräfte vergrößerte sich im genannten Zeitraum um das Dreifache. Von 14 Lehrkräften (1970) stieg die Zahl an hauptamtlichen, nebenamtlichen und nebenberuflichen Lehrkräften auf 40 (1979) an, was den Aufwärtstrend der Schule eindeutig bestätigte.
Zwischenzeitlich war die bisher in die Berufsfachschule integrierte Berufsaufbauschule ab dem Schuljahr 1977/78 um ein zusätzliches allgemeinbildendes Schuljahr (BAS) erweitert worden. Im gleichen Jahr wurde auch die Berufsfachschule getrennt in die Fachrichtungen "Hauswirtschaft" und "Kinderpflege". Insgesamt haben in den Jahren 1970 bis 1980 ca. 700 Schülerinnen ihre schulische Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin bzw. Kinderpflegerin abgeschlossen, davon erreichten ca. 320 einen mittleren Bildungsabschluss.

Entwicklung der Schülerzahlen von 1980 bis 1995
Hätte sich das schulische Angebot 1980 nicht verändert, wäre die Schülerzahl bis 1992 dramatisch gesunken, wie obige Tabelle verdeutlicht. Der Standort Höchstädt wäre wie manche andere landwirtschaftlich-hauswirtschaftliche Berufsschule ins Wanken geraten. Doch frühzeitig konnten die Weichen auf ein sicheres Gleis gestellt werden.

Fachrichtung  Gartenbau  - eine  Perspektive für die Zukunft
Bereits am 11. Mai 1979 veröffentlichte die DZ einen längeren Beitrag unter der Überschrift:


Die Entscheidung auf höchster Ebene der Schulverwaltung, die Landschaftsgärtner- und Baumschulerausbildung als Landessprengel in Höchstädt durchzuführen, erfolgte auf Bitten der zuständigen Berufsverbände. Wegen der wachsenden Spezialisierung der gärtnerischen Fachsparten sahen sie die Ausbildung ihres Berufsnachwuchses in Klassen mit Schülern unterschiedlichster Gartenbaurichtungen nicht mehr gesichert. Ergebnis der Überlegungen war, den Landessprengel für die Ausbildungsberufe Baumschule, Garten- und Landschaftsbau in Höchstädt einzurichten. Ausgenommen wurde hiervon der S-Bahn-Bereich München. Schüler aus diesem Raum werden weiterhin in München beschult. Zu den beiden genannten Fachrichtungen kamen im Schuljahr 1987/88 noch die Auszubildenden der Sparte Obstbau hinzu.

Schulleiterwechsel an der landwirtschaftlichen Berufsschule – Studiendirektor Josef Klarmann verabschiedet

Das Jahr 1979 wurde zum markanten Jahr in der Entwicklungsgeschichte dieser Schule. Die Entscheidung für den Landessprengel und das Ruhestandsalter von StD Josef Klarmann bedingten Veränderungen auf breiter Ebene. Mitte Oktober 1979 wurde Schulleiter Klarmann in den Ruhestand verabschiedet und StD Richard Rank zu seinem Nachfolger ernannt.
Die DZ vom 19.10.1979 stellte ihren Bericht von der Verabschiedung Klarmanns unter die Überschrift: "Respekt wird anerkennende Liebe". So sahen auch die ehemaligen landwirtschaftlichen Berufsschüler ihr Verhältnis zu ihrem früheren Direktor. Eine große Zahl von Vertretern des öffentlichen Lebens, darunter die Leiterin der Schulabteilung, Johanna Rist, der Leitende Regierungsschuldirektor Hans Stengl von der Regierung von Schwaben, Landrat Dr. Dietrich, Bürgermeister Gerhard Kornmann und viele weitere Gäste würdigten durch ihre Teilnahme die Verdienste Klarmanns, der seit 1949 an den landwirtschaftlichen Berufsschulen im Landkreis Dillingen tätig war. So hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die damals 19 Standorte landwirtschaftlicher Berufsschulen in Höchstädt zusammengefasst wurden. Durch seine Pionierarbeit im Bereich des landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Berufsschulwesens trug er wesentlich dazu bei, dass die Berufsschule und Berufsfachschule Höchstädt eine über den Landkreis Dillingen hinaus bekannte Bildungseinrichtung wurde. Die durch ihn in seiner 10-jährigen Tätigkeit bewirkten Veränderungen an der Berufsschule Höchstädt spiegeln sich wider in der veränderten offiziellen Schulbezeichnung: Aus der landwirtschaftlichen Kreisberufsschule (1969) wurde die Staatliche landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Berufsschule und Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege mit Berufsaufbauschule (1979). Seinem Nachfolger, StD Richard Rank, wurde die Aufgabe zuteil, den neuen Fachbereich Gartenbau zu organisieren und in die Struktur der Berufsschule zu integrieren.

OStD Wolfgang Eder bedankte sich nach seiner offiziellen Einführung durch den Abteilungsdirektor Johann Berkmüller und Vertretern des öffentlichen Lebens für die guten Wünsche, die ihm für seinen Neubeginn von allen Seiten entgegengebracht wurden. Mit Freude und Optimismus", so Eder, "werde ich auf meine Aufgaben zugehen. Ich freue  wieder an der Berufsschule in Höchstädt zu sein und die Schule leiten zu dürfen". Die Wiedereingewöhnung dürfte ihm umso leichter gefallen sein, als er bereits 12 Jahre, von 1973 bis 1985, im landwirtschaftlichen Bereich an  "der Staatlichen Berufsschule Höchstädt tätig war.

Ab dem Schuljahr 2006/07 war Herr StD später OStD Wolfgang Gall Schulleiter an den Staatlichen Berufsschulen Höchstädt.

2009 eröffnete das neue Schülerheim in direkter Nachbarschaft der Schule.

Er wechselte im September 2011 als Schulleiter an die FOS/BOS Kaufbeuren.

Nach 8 Monaten Interimsschulleitung durch den amtierenden Ständigen Stellvertreter des Schulleiters Herrn StD Jens Schmitt trat im April 2012 Herr StD Helmut Nebel die Stelle als Schulleiter an.

Neu seit dem Schuljahr 2012/13 ist die Fachschule (=Technikerschule) für Umweltschutztechnik und regenerative Energien. Aufgrund der Raumproblematik wird seit dem Schuljahr 12/13 auch in zwei Räumen der benachbarten Mittelschule unterrichtet.

Ebenfalls seit ein paar Jahren recht neu an der Schule sind die Beschulung für Flüchtlinge, Bäcker, Bäckereifachverkäufer und bei den Technikern seit 2017/18 die Fachrichtung Informationstechnik in Kooperation mit Lauingen.