Mai 2020 Kreativ durch die Corona-Zeit

Die Kindertagesstätten sind geschlossen und nur für die Notbetreuung geöffnet. Die Schulen sind geschlossen. Was heißt das für die Schüler*innen der Berufsfachschule für Kinderpflege?

Statt ihre Praktika in den Kindertagesstätten zu absolvieren und ihren regulären Unterricht zu besuchen, werden sie von ihren Lehrkräften digital beschult. Dazu gehört, dass die Schüler*innen im Selbststudium Aufgaben erarbeiten – unter anderem im Bereich der Medienpädagogik, deren Inhalte sie sich nun also ganz konkret via PC, Smartphone oder Laptop aneignen konnten. Damit neben der theoretischen Arbeit auch die praktische abgedeckt werden konnte, erteilte die Praxislehrerin V. Gerstmeyr-Praßler ihren Schüler*innen der Jahrgangsstufe 11 den Auftrag, ein Tischspiel zum Thema Corona für Kindergarten und Hort zu erfinden und zu gestalten. Zu beachten galt es freilich, dass die Spiele-Erfinder*innen dabei nur Material von zuhause verwenden sollen, da sie nicht einkaufen gehen können und dürfen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die neuerfundenen „Corona-Spiele“ der Schüler*innen sprühen vor Kreativität und pädagogischem Anspruch. Wissensvermittlung zum Virus und zu den Hygiene- und Sicherheitsregeln kommt ebenso wenig zu kurz wie Konzentrations- und Ruheübungen oder Experimente zum Händewaschen. Die Spiele besitzen nicht nur didaktischen Wert, sie bringen auch einfach viel Spaß und Freude.

Für Kinder ist es je nach Alter und Entwicklungsstand wichtig, dass sie sich spielerisch mit dem Thema „Corona“ auseinandersetzen, um diese herausfordernde Zeit emotional und sozial so gut wie möglich zu verarbeiten.

Nur eins ist schade: Wegen der aktuellen Sicherheitsregeln können wir nun, da die Abschlussklassen wieder die Schule besuchen, unser Spiel nicht in der Gemeinschaft spielen, sondern bleiben „nur“ virtuell verbunden. Doch auch hier lassen die besonderen Zeiten die Schüler*innen kreativ werden: Ein Spieleabend oder -nachmittag funktioniert schließlich auch per Videokonferenz.