Netzwerken in Höchstädt

Von Routenplanung über Flussläufe hin zum Raumleitsystem

Kein Hochwasser im Keller dank nachhaltiger Regenwasserableitung, IT-gestützte Routenplanung für Lieferdienste oder Navigation mithilfe von Virtual Reality: Praktisch umgesetzte Ideen für einen Einklang von Informationstechnik und Umweltschutz lieferten die angehenden Absolventen der Technikerschule Höchstädt und Lauingen nach hunderten von Arbeitsstunden bei der diesjährigen Präsentation der Abschlussarbeiten.

Den Anfang machte Lukas Leger (Neuburg / Donau) mit der Planung eines Niederschlagsabflusssystems für das Neubaugebiet „Zum Fuchsberg“ in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Für eine natürliche Reinigung des ins Grundwasser sickernde Regenwasser plädierte er für eine Bepflanzung oberhalb der Gesteinsschichten. Tobias Möhringer (Fremdingen) verknüpfte ein spezielles, wasserdichtes Baustellen-Smartphone mit einem Störmeldesystem, das für verschiedenste Produktionssysteme wie Füll- oder Wasserauffangbehälter eingesetzt werden kann. Probleme bei der Installation komplizierter, speicherintensiver Diagnosesoftware gehört mit dem von Mike Mally (Gomaringen) entwickelten Programm zur Fehlersuche bei Bahnlinien oder Leitungsnetze der Vergangenheit an. Mit einem Speicherplatzbedarf von maximal fünf Megabyte und der Auslesung der Diagnosedaten mittels einer ZIP-Datei beeindruckte er Lehrer Stefan Zerhau (Altenmünster). Mit dem Darktrace Immune System stellte Tobias Meyer (Marktoffingen) eine Echtzeitüberwachung des Datenverkehrs in einem Computernetzwerk zur Identifizierung „dunkler Machenschaften“ vor. „Zwischen Bestellung und Lieferung vergehen nur sieben Minuten“: diesen Slogan eines Lieferdienstes kann Marco Ertle (Lauingen) mit seinem System zur Routenoptimierung für Verkehrsnetze wahrmachen. Julian Hertel (Balzhausen) machte sich mit seinem Projekt in Walkertshofen für Renaturierung und mäanderförmige Verläufe von künstlich begradigten Flüssen stark. Damit werden wieder Lebensräume für Tiere und Laichplätze für Fische ermöglicht. Mustafa Gecer (Lauingen) präsentierte schließlich die Navigation durch Gebäude mithilfe einer VR-Brille.

Abschließend stimmten Lehrer Michael Briegel und Schulleiter Gerhard Weiß die angehenden Staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik und Informatiktechnik auf die anstehenden Abschlussprüfungen ein. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.technikerschule-hoechstaedt.de oder 09074 / 95 94-0.

Im Bild sehen Sie v.l.n.r.: Lehrer Stefan Zerhau, Lehrer Tobias Bettio, Schüler Tobias Möhringer (Fremdingen) mit seinem Störmeldesystem, Lehrer Michael Briegel